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red dead redemption

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uzi
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red dead redemption

Beitrag von uzi » Mi 14. Aug 2019, 20:00

ich habe vor einer weile den single player modus von rdr2 abgeschlossen. zeit für ein review. was mir zuerst an dem titel aufgefallen ist: meine fresse sieht das ding gut aus. ich hätte nicht gedacht, dass man sowas aus der doch recht betagten hardware der ps4 herauskitzeln kann. die schnauft unter der last zwar heftig - wörtlich: der lüfter tourt enorm hoch - macht aber ansonsten klaglos ihren dienst.

und das zweite, was mir aufgefallen ist: meine damen und herren von ubisoft, square enix und wer sich sonst noch an dem genre versucht: so funktioniert open world. überall gibt es irgendwas zu entdecken, und wenn es nur 2 big horn rams sind, die die hörner krachen lassen oder ein pferd, das ein sandbad nimmt. hinzu kommen gefühlte 1000 events, die nur ganz selten generisch wirken. vom pech verfolgte ku-klux-klaner, serienkiller, vollidioten, die sich um eine frau streiten, ungeschickte fotografen, geister - die liste ließe sich endlos fortsetzen und da ist man noch nichtmal bei den easter eggs, die es zu hauf gibt. überall ist mit enorm viel liebe zum detail gearbeitet worden.

die story ist gut, gut erzählt, mit (fast durchgehend) guten (englischen) sprechern (einzige ausnahme: ein paar deutsche, die zwar offenbar muttersprachler waren, aber einfach nur schlechte sprecher).

leider hat der titel auch seine schattenseiten. insbesondere war offenbar ein prio-1-ziel bei der entwicklung, den spieler so lange wie nur irgend möglich im game zu halten. ohne rücksicht auf den spielspaß und liebgewonnene convenience features zu nehmen. als erstes fällt einem die fehlende schnellreisefunktion auf (das, was es gibt verdient den namen nicht). man macht quasi alles auf dem pferd und so schön die landschaft auch gemacht ist, das nervt auf dauer. auf der anderen seite fordert das spiel es geradezu ein, dass man mit dem pferd auch abseits der wege die welt erkundet. anderenfalls geht enorm viel content einfach an einem vorbei, weil er keinen questmarker auf der karte bekommt. das finde ich gleichzeitig schade, anstrengend und unnötig. das kann man bedeutend besser hinbekommen, so dass der spieler eine bessere content-quote (also wie viel er vom produzierten inhalt er auch zu gesicht bekommt) hat und trotzdem weniger 'arbeiten' muss. ist für mich eine ganz klare fehlentscheidung im design.

eine andere sache, die nervt, ist, dass rdr2 viel zu tief ins micro management geht. man soll regelmäßig essen, aber bitte nicht zu viel. das gleiche gilt fürs pferd. und wenns zu warm ist, bitte die jacke ausziehen. und regelmäßig schlafen. pferd striegeln nicht vergessen. jagen gehen, aber dann bitte auch verbrauchen, denn sonst vergammelt das fleisch. rezepte kaufen - reicht nicht. man muss auch noch ins inventar und sie lesen, damit sie verwendbar sind. das ist alles einfach nur nervig und bringt das spiel kein stück voran. ebenfalls eine klare design-fehlentscheidung.

und dann hat man sich leider auch noch ein paar besonders nervige schnitzer geleistet, die nach wie vor nicht behoben sind: zum einen ist das looten extrem frickelig, weil man immer nicht den richtigen punkt erwischt, um irgendwas aufzuheben. zum anderen werden nach einem völlig unverständlichen prinzip oft die waffen abgelegt, wenn man vom pferd steigt. gerade hatte man noch sein gewehr in der hand und springt vom gaul, um den bären zu erschießen, da steht man plötzlich nur noch mit seinem kleinen colt da rum. wtf!?

ja und dann sind da noch die collectibles. unfassbar fürchterlich und eine extreme zeitschinderei (siehe oben). zuweilen in trophies oder quests oder herausforderungen verpackt (die im übrigen ihrerseits ebenfalls nur aufs zeitschinden abzielen). hinzu kommt, dass die zu 90% nicht ohne guide machbar sind. ich halte es für ausgeschlossen, dass ein einzelspieler ohne hilfe von außen dazu in der lage ist.

langer rede kurzer sinn (TL;DR): wer einfach nur die story spielt und ein bisschen die welt erkundet und kein problem damit hat, 50% des contents zu verpassen, hat ein grandioses spiel vor sich. alle anderen müssen sich auf arbeit einstellen, die leider nur bedingt belohnt wird. in dem sinne bin ich noch nicht überzeugt, dass ich mir den ebenfalls grindigen multiplayer samt platin antun will...
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Re: red dead redemption

Beitrag von uzi » Mi 11. Sep 2019, 07:08

ich hab mich jetzt tatsächlich noch durch den multiplayer gequält, soweit für die platin nötig. spricht mich nicht an. zum einen gibt es ein paar (kleine) technische probleme, die im vergleich zum singleplayer auffallen (sporadische disconnects und hängende sessions - manchmal auch lags). zum anderen liegt der fokus klar auf pvp, was ich fürchterlich langweilig finde. da ändert es auch nichts, dass man ein paar neue varianten der bekannten modi erfunden hat (jedenfalls waren sie mir neu). es gibt auch eine hand voll coop-missionen, aber eine story sollte man von denen nicht erwarten. man muss allerdings dazu sagen, dass das ganze offenbar 'work in progress' ist. gerade gestern wurde ein sack voll content dazugepatcht.

was mir eigentlich hauptsächlich sorgen macht: nach allem, was man hört, ist es ausgerechnet der multiplayer von gta, der rockstar einen riesen sack einnahmen beschert. ich fürchte daher, dass man bei zukünftigen titeln den fokus sogar noch mehr vom single player auf den multiplayer verschieben wird. ich wünschte mir eher das gegenteil. aber offenbar bin ich damit ein exot...
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NotX-Lated
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Re: red dead redemption

Beitrag von NotX-Lated » Mi 11. Sep 2019, 08:50

Multiplayer ist halt sinnloses Gedaddel. Kann ich auch nichts mit anfangen.
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Re: red dead redemption

Beitrag von uzi » Mi 11. Sep 2019, 09:06

na da will ich dann aber doch die unterscheidung zwischen pvp und coop-pve machen ;). und ab davon gibts ja noch so persistente mmo's, die ebenfalls multiplayer sind und nochmal ne ganz andere geschichte. so pauschal hab ich jedenfalls nichts gegen mp.
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Re: red dead redemption

Beitrag von Therak » Mi 11. Sep 2019, 16:54

Ist der MP nun eigentlich "fertig" oder immer noch "beta"?
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NotX-Lated
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Re: red dead redemption

Beitrag von NotX-Lated » Mi 11. Sep 2019, 21:14

uzi hat geschrieben:
Mi 11. Sep 2019, 09:06
na da will ich dann aber doch die unterscheidung zwischen pvp und coop-pve machen ;). und ab davon gibts ja noch so persistente mmo's, die ebenfalls multiplayer sind und nochmal ne ganz andere geschichte. so pauschal hab ich jedenfalls nichts gegen mp.
Ich gegen 99% der Multiplayer-Spiele schon. Ich bleibe bei meiner Pauschalisierung. Bisher bin ich noch auf kein Multiplayer-Spiel gestoßen, wo mich Story, Atmosphäre oder Erzählung weggeballert hätten. Oder wo ich überhaupt sowas wie Immersion gespürt hätte. Als grantiger alter Mann sage ich: Sinnloses Gedaddel!
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Re: red dead redemption

Beitrag von Godfather101 » Mi 11. Sep 2019, 21:23

Yups, hatte bisher auch noch kein "echt gutes" Mp spiel.
Und das obwohl ich ne Weile 2 Mmos (nacheinander ^^) gespielt hab.
aber die waren immer mehr sowas um mit ein paar Leutchen zu quatschen, weniger um das "gemeinsamen" Spielens.

Ansonsten hab ich auch nie wirklich Coop gespielt.....allerdings auch meist deswegen weils niemanden gab mit dem man hätte spielen können. ^^
Allerdings sind die meisten Spiele, die ich spiele, auch reine Singleplayer Spiele. Ohne Coop oder sonstiges. ^^

Oder um das Not-Latex zu zitieren: "ALs grantiger alter Mann sage ich: Sinnloses Gedaddel!" :D
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Re: red dead redemption

Beitrag von Therak » Mi 11. Sep 2019, 21:45

Wie definiert ihr Multiplayerspiel? BG war doch theoretisch auch Multiplayer? :D

Ansonsten sind MMOs oder der MP-Modus von RDR auch nicht gerade dafür gedacht, großartige Stories zu erleben. Da geht's doch eher ums Gameplay.
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Re: red dead redemption

Beitrag von uzi » Do 12. Sep 2019, 07:32

wenn ich ehrlich bin, bin ich immer ganz froh, wenn die coop-mp-titel keine so ganz ausgefeilte story haben. erfahrungsgemäß bekomme ich davon nämlich nur die hälfte mit. keine ahnung, woran das liegt. von daher: natürlich ist das gameplay und die gesellschaft der bestimmende faktor beim mp. insofern finde ich die kritik da oben etwas unfair. man sagt ja auch nicht, dass sex scheisse ist, nur weil man gerade keinen partner hat ;).
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Re: red dead redemption

Beitrag von NotX-Lated » Do 12. Sep 2019, 09:37

Therak hat geschrieben:
Mi 11. Sep 2019, 21:45
Wie definiert ihr Multiplayerspiel? BG war doch theoretisch auch Multiplayer? :D
Auch da würde Immersion etc. kaum funktionieren. Aber noch nicht mal das Gameplay.
uzi hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 07:32
wenn ich ehrlich bin, bin ich immer ganz froh, wenn die coop-mp-titel keine so ganz ausgefeilte story haben. erfahrungsgemäß bekomme ich davon nämlich nur die hälfte mit. keine ahnung, woran das liegt. von daher: natürlich ist das gameplay und die gesellschaft der bestimmende faktor beim mp. insofern finde ich die kritik da oben etwas unfair. man sagt ja auch nicht, dass sex scheisse ist, nur weil man gerade keinen partner hat ;).
Ich sag's ja nicht, weil ich keinen habe. Habe bisher Portal 2, Borderlands 2, Terraria und Minecraft im Multiplayer gespielt. Und im Endeffekt war's immer sinnloses, wenn auch kurzweiliges, Gedaddel. :)
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Re: red dead redemption

Beitrag von uzi » Do 12. Sep 2019, 11:33

*kopfkratz* ist gedaddel nicht per definition sinnlos? ich mein, mal ab von so nischen wie proteinfaltung 'erspielen' und so. ich versteh die unterscheidung nicht so recht. wenns kurzweilig war, hat es doch seinen zweck erfüllt!? um die kurve zurück zum topic zu machen: rdr2 online war (und ist - ich brauch noch ein paar level) absolut nicht kurzweilig, sondern eher quälend zäh.
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Re: red dead redemption

Beitrag von Therak » Do 12. Sep 2019, 11:57

Terraria, Minecraft und Portal 2 haben im MP ja auch keine Story. Und manche sagen BL2 auch nicht.
Davon abgesehen spielen manche ein Spiel um Spaß zu haben. Manchen macht der MP Spaß, manchen der Story-SP. "Sinnloses Gedaddel" ist beides. Aber das eine wenigstens noch etwas sozialer. :D
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Re: red dead redemption

Beitrag von Godfather101 » Do 12. Sep 2019, 15:53

ihhh bahhh, sozial, geh mir weg. :D
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Re: red dead redemption

Beitrag von NotX-Lated » Do 12. Sep 2019, 16:25

Therak hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 11:57
Terraria, Minecraft und Portal 2 haben im MP ja auch keine Story. Und manche sagen BL2 auch nicht.
Davon abgesehen spielen manche ein Spiel um Spaß zu haben. Manchen macht der MP Spaß, manchen der Story-SP. "Sinnloses Gedaddel" ist beides. Aber das eine wenigstens noch etwas sozialer. :D
Nun ja, beim guten SP-Spielen ist es wie bei guten Büchern oder Filmen. Sie nehmen die mit, sie berühren dich, sie beschäftigten dich emotional und trägst noch Jahre danach etwas von ihnen mit dir rum.

Außerdem gab's bei Portal 2 MP eine Story! :P
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Re: red dead redemption

Beitrag von Therak » Do 12. Sep 2019, 17:26

NotX-Lated hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 16:25
Außerdem gab's bei Portal 2 MP eine Story! :P
Wenn es nicht mit einem Song endet, isses keine Story, so! :D

Ich würde Portal 2 vermutlich wieder kaufen, wenn Valve ein HD-Remaster für aktuelle Konsolen rausbringt.

...aber Valve bringt ja nichts mehr raus.
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