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uzi
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middle-earth

Beitrag von uzi » So 30. Sep 2018, 11:04

ich fand den ersten teil (shadow of mordor) recht gelungen, habe den nachfolger (shadow of war) lange herausgezögert, nachdem der einen massiven shit storm wegen micro transactions und item-handel und was weiß der fuchs geerntet hat. der druck der spieler war ziemlich erfolgreich, denn nach und nach hat man all den scheiss herausgepatcht. muss wohl ne ziemliche klatsche gewesen sein. ich befürchte allerdings, dass der lerneffekt nicht wirklich nachhaltig ist ;).

wie auch immer, unterm strich ist shadow of war genau mein ding:
  • n bisschen rpg: skill tree, items, lvl-system für die gefolgschaft. letzteres gefällt mir besonders, zumal es sowas nur selten gibt. man kann sich hier ne ganze armee von orks aufbauen, leveln und mit skills ausstatten. negativ ist, dass das enorm repetitiv wird, wenn man es wirklich in der breite machen will. da fehlt mir eine ebene fürs makro-management, wo ich die orks einfach auf missionen schicken kann zum leveln, ohne dass ich da selbst zeit investieren muss. ansätze sind da, aber das könnte viel besser sein. außerdem ist es schade, dass man keine ork-teams aufbauen kann, die dann aufeinander abgestimmt sind und zusammen eingesetzt werden können. erneut: ansätze dafür sind da (blood brothers, bodyguards), aber nicht zuende gedacht.
  • n bisschen aufbau-strategie: festungen/gebiete erobern und ausbauen. das funktioniert gut soweit, aber da ein wichtiger punkt bei den festungen das leveln der besatzung ist, sind wir wieder bei repititiver schinderei - siehe oben.
  • n bisschen action: sich mit orks zu kloppen macht spaß, aber ich finde die steuerung etwas überladen. es gibt irgendwie 1000 und 1 move, die ich eigentlich alle nicht benutzt habe. selbst die unbeliebten 2-tasten-kombos, die quer zur daumen-richtung gehen, sind belegt. an der stelle ist weniger imho mehr. das andere problem bei der action ist, dass sie schnell unübersichtlich wird, sobald man ein paar orks mitbringt. extrem wirds dann beim kampf um festungen. eigentlich ist es das reine chaos und man trifft genauso oft die eigenen leute, wie die feinde - zumal man das fußvolk in der hektik kaum unterscheiden kann. allerdings sehe ich dafür keine gute lösung: wenn man die ork-horden will, muss man das gewusel wohl in kauf nehmen.
  • n bisschen schleichen - theoretisch. denn praktisch ist man viel schneller, wenn man einfach leeeeeeroyyyyyyyy jeeeeeeenkiiiiiiiins schreit und losrennt. die erfolgsquote ist so hoch, dass der schleich-ansatz total ineffizient erscheint.
die story bietet wenig überraschendes, ist aber auch nicht schlecht. einen bezug zu tolkiens werk will ich nicht herstellen, da fehlt mir einfach das hintergrundwissen. soweit ich es erkennen kann, fügt es sich recht nahtlos ein. das ende erschien mir etwas kitschig - die letzte video-sequenz hätte man sich besser gespart.

was mir aufgefallen ist: der speeker im controller (ps4) wird sehr geschickt eingesetzt. wenn die geisterhaften stimmen der nazgul vom soundsystem auf den controller und wieder zurück wandern, hat das einen erstaunlichen effekt. hab ich so noch bei keinem anderen titel gehört.

fazit: in der jetzigen version ist shadow of war ein gutes spiel, allerdings mit viel potenzial nach oben. bin gespannt, ob man bei einem etwaigen nachfolger wieder in die gleichen scheißhaufen tritt...
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