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Das frage ich mich

Plaudereien über Gott und die Welt
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Therak
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Therak » Di 1. Dez 2020, 13:02

Masqurin hat geschrieben:
Di 1. Dez 2020, 03:30
Appropo, Dinge die wir uns fragen: In Zeiten von Corona hatte ich mal ein wenig auf Amazon herum geschaut im Bereich Lebensmittel und mir ist aufgefallen das man offenbar vollkommen ohne Kontrollen harten Alkohol kaufen kann. Ganz im Gegensatz zu harmlosen USK18/FSK18 Medien mit extra Kosten für die Ausweiskontrolle. Wie kann das eigentlich sein? Denkt denn niemand an die Kinder!? :smash:
Ich erinner mich dunkel, das ich mal Alk mit 18er-Aufschlag gesehen habe.
Vielleicht war ne FSK-ungeprüfte DVD dabei?
Aber es schadet einem ja nicht wenn andere daran gefallen finden. Das kann man halt auch gegen jegliche brutalen Spiele anwenden dann und schon sind wir ganz schnell zurück bei der "Killerspiel-Debatte". Fiktion ist Fiktion.
Nenn mir mal ein brutales Spiel, wo die Gegner absichtlich so gestaltet wurden, dass sie als minderjährig durchgehen?
Man braucht sich hier nichts schönzureden: Es gibt Anime-Spiele, die versuchen so viel wie möglich zu zeigen wie sie können, einfach um das Maximum an Kunden anzulocken. Und dann verdienen sie ihr Geld mit dem Verkauf von Otaku-Merchandise.

Übrigens möchte ich an dieser Stelle das Spiel "Akiba's'Trip 2" loben. Als Otaku ist man in Akihabara unterwegs und kämpft gegen Vampire. Wie? Indem man sie mit allem vermöbelt was man zur Hand hat und ihnen dann die Kleider vom Leid reißt, denn diese Form von Vampir ist nur ab Hals abwärts schwach gegen die Sonne. Natürlich gibt's auch weibliche Bosse und natürlich gibt's Belohnungsbildchen, wenn man sie besiegt - also wie sie in Unterwäsche versuchen ihre nicht sichtbaren Blößen zu bedecken. ABER! Es gibt auch männliche Bosse. Und auch bei denen gibt's Belohnungsbildchen mit angedeuteter Beule in den Shorts.
Sowas find ich in Ordnung, wenn's beide Geschlechter betrifft :D
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Masqurin » Di 1. Dez 2020, 15:07

Ab 18! Dieses Produkt enthält Alkohol und darf nicht an Personen unter dem gesetzlichen Mindestalter abgegeben werden. Eine Lieferung an Minderjährige ist nicht möglich. Mit Ihrer Bestellung bestätigen Sie, dass Sie das gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter haben. Bitte seien Sie verantwortungsvoll im Umgang mit diesem Artikel.
40% Whiskey. Da ist zwar eine Warnung und was man nicht darf, eine Kontrolle durch den Postboten findet aber nicht statt wie bei USK/FSK Medien.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Therak » Di 1. Dez 2020, 15:11

Ja, das hab ich auch gelesen. Aber wie geschrieben: Ich erinnere mich, dass ich irgendwann mal ne Flasche Alk mit 5€-Aufpreis gesehen habe.
Ist aber schon etwas her. Vielleicht haben sich seitdem die Versandgesetze für Alo'hol geändert.

Was aber letzten Endes nur mein Gemecker über den deutschen Jugendschutz verstärkt.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von coffee_smurf » Di 1. Dez 2020, 19:04

Masqurin hat geschrieben:
Di 1. Dez 2020, 15:07
... Whiskey ...
Welche Marke? :D
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Masqurin » Di 1. Dez 2020, 22:59

Trinke selber keinen, hatte nur das erstbeste angeklickt um den Text zu kopieren. War nur der normale Jack. Ohnehin ist der da teurer als im Laden im Angebot, lohnt wohl im Internet nur was zu bestellen wenn man was spezielleres sucht.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von coffee_smurf » Di 1. Dez 2020, 23:25

Masqurin hat geschrieben:
Di 1. Dez 2020, 22:59
Trinke selber keinen, hatte nur das erstbeste angeklickt um den Text zu kopieren. War nur der normale Jack. Ohnehin ist der da teurer als im Laden im Angebot, lohnt wohl im Internet nur was zu bestellen wenn man was spezielleres sucht.
Da ich in einer Großstadt wohne, sind die örtlichen (Fach-)Händler bzw. die entsprechenden Abteilungen der Kaufhäuser relativ gut sortiert.
Dachte, es wäre etwas spezielles, was bei den Online-Fachhändlern nur zu überteuerten Preisen zu haben ist.
Danke für die Info.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Therak » Mi 2. Dez 2020, 16:56

Ellen Page ist ab heute Elliot Page.

Ich frag mich was die Produzenten von den Serien machen, in denen Page involviert ist.

1. Feuern?
"Was seid ihr? Transphob?!" - "Äh nein, aber die Rolle war für eine Frau geschrieben und Mr. Page ist ja jetzt keine mehr."
Ergebnis: Shitstorm der LGBT-Community.

2. Einfach so weitermachen wie's ist.
"Solange sich ihr Äußerliches nicht ändert, werden sie einfach weiter ne Frau spielen!"
Ergebnis: Ggfs. Mecker von Page. GGfs. Mecker von weiblichen Schauspielern. Definitiv Shitstorm der Anti-LGBT-Community.

3. Rolle umschreiben.
Ergebnis: Definitiv Shitstorm der Anti-LGBT-Community. Sicherlich Gemecker der Serienfans, die ein Abändern der Rolle aufgrund "Ereignissen außerhalb der Serie" nicht begrüßen.

So oder so: Arschkarte.

Ich kann auch nicht sagen, ob Page für das Outing "mutig" ist oder nicht, denn dafür bin ich zu anti-sozial. Würde ich mich für was outen und einen Shitstorm abbekommen, würde ich zuerst auf meine (vermutlich) glückliche Ehe schauen und dann auf mein Bankkonto und zuletzt sagen: Mir doch egal. Aber vermutlich sind Schauspieler dazu zu narzistisch.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von NotX-Lated » Mi 2. Dez 2020, 17:09

2. Fände ich am plausibelsten. Schauspieler spielen die ganze Zeit Rollen. Von mir aus soll ein Mann eine Frau spielen, solang's mir nicht auffällt. Alternativ, wobei ich keine der Serien kenne und das Ganze nicht beurteilen kann: Den entsprechenden Charakter auch queer werden lassen.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von coffee_smurf » Mi 2. Dez 2020, 17:27

Bin auch für 2.

Gerade er dürfte doch dann ein besonderes "emotionakes" Händchen für weibliche Rollen haben.
Wichtig ist IMO, was seine Fans sagen, denn davon hängt seine Zukunft ab.
Und in spätestes 1-2 Jahren kräht da kein Hahn mehr nach und das Ganze ist allenfalls eine Randnotiz in der Filmgeschichte (wenn überhaupt).
Verstehe auch gar nicht, warum das ein Problem sein soll. Sind wir wirklich so rückschrittlich, dass das jetzt so eine Sensation ist? Es sorgt zumindest (immer noch) für Gesprächsstoff. Und wenn er dadurch ein besserer Schauspieler wird, weil er sich mehr "er selber fühlt" (im allgemeinen, also psychisch), ist das doch in Ordnung.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Therak » Mi 2. Dez 2020, 17:43

Naja, für nen Schauspieler ist das durchaus ne Sensation. Page will ja sicherlich irgendwann auch männliche Rollen spielen - und hier kommt halt die Frage, ob er dafür nun überhaupt gecastet wird. Bzw. ob Page in der Lage ist, diese glaubhaft darzustellen.

Ich finde die Themen aber grundsätzlich spannend, weil ich das ganze Umfeld so unglaublich toxisch finde.
Du hast auf der seite eben die Transphoben, die jetzt ihren Hass ins Netz auskotzen. Aber du hast dort auch aggressive Befürworter, die...
Sind wir wirklich so rückschrittlich, dass das jetzt so eine Sensation ist?
...so ein Verhalten für einen Affront halten, denn wenn du einer LGBT-Person nicht zujubelst, bist du automatisch gegen sie. Zumindest in ihrem Glauben.

Daher war die Diskussion bei The Last of Us 2 auch so schwerlich. Wenn du das Spiel kritisiert hast, weil dir die Charakterentwicklung nicht gefallen hat oder dir das Gameplay zu einseitig war, haben dich viele gleich in die Homo- / Transphobe Ecke abgedrängt, denn wie kann man ein Spiel mit einem lesbischen Hauptcharakter nicht lieben?!
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von coffee_smurf » Mi 2. Dez 2020, 17:57

TLoU2 hat Themen angeschnitten und damit Erwartungen geweckt bzw. Versprechen gegeben, die sie - aus welchen Gründen auch immer - nicht gehalten haben, das ist IMO schlimmer, als wenn sie es ganz rausgelassen hätten.
Ich bin kein "aggressiver Befürworter", ich verstehe nur nicht, warum man (die Allgemeinheit) in heutigen Zeiten überhaupt noch so einen Wind darum macht. Page ist nicht der erste Schauspieler, der sich outet, allenfalls auf internationaler Ebene und in einem Land, wo solche Themen noch mal anders gehandhabt werden als bei uns.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Pyrokar » Mi 2. Dez 2020, 20:09

Weil man damit gut dastehen kann, ohne tatsächlich was tun zu müssen.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von coffee_smurf » Mi 2. Dez 2020, 20:31

Falls du das auf TLoU 2 beziehst:
Wenn sie es durchgezogen hätten, wäre die Anerkennung und das Wohlwollen der Community wahrscheinlich größer gewesen als der Dämpfer seitens der Branche/des Publishers - und sie hätten siech als Vorreiter (18+) einen Namen in der PC Geschichte sichern können. Schließlich entscheiden die Verkaufszahlen, und nicht irgendwelche Möchtegern-Weltverbesserer oder Drückeberger in den sozialen Netzwerken über den Erfolg eines Spiels. Verpasste Chance!
So haben sie nur einen Shitstorm kassiert, und das gleich doppelt: von der Branche UND von der Community, und die angedachte Message verkommt zu einer Karrikatur ihrer selbst. Und ich rede hier nicht von der lesbischen, sondern auch von der transgender Botschaft des Spiels.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Therak » Mi 2. Dez 2020, 22:20

Bei The Last of US hat man es sich IMO einfach gemacht.
Mit nem lesbischen Hauptcharater Sympathiepunkte sammeln, das ist Easymode.
Probiert's mal mit nem schwulen Hauptcharakter, Sexszene mit einbegriffen. - Ne, geht nicht. - Wieso? - Verkauft sich nicht. - Dachte euch geht's darum, die LGBTQABCZ-Community zu supporten. - Nur wenn es uns Geld bringt!"

Irgendein Spiel versuchte übrigens dadurch PR zu fahren, dass es im Spiel Unisex-Toiletten gibt.
Gab's übrigens auch in Fallout 4, aber für Bethesda war das keine Pressemeldung mehr wert.

Und in Ubisoft-Spielen mit Charakterentwicklung kann ich nicht mehr zwischen "Männlichen" und "Weiblichen" Charakteren wählen. Ich muss mich immer noch zwischen einem männlichen oder weiblichen Charaktermodell entscheiden, aber die böse Geschlechtsbezeichnung wird nicht mehr genannt.

Hach, vielleicht seh ich es zu kritisch. Vielleicht bin ich auch zu alt dafür. Es wird ja argumentiert, dass das gemacht werden muss, um Toleranz zu schaffen. Ähnlich wie der Quotenschwarze in Filmen. Nur halt mit viel mehr übertriebener Mimimi und Theatralik.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von coffee_smurf » Mi 2. Dez 2020, 22:49

Wenn man den Vorberichten glauben schenken will, soll es in CP77 (auch) möglich sein, einen Char zu erstellen, der zweigeschlechtlich ist. Ob sich das allerdings (außer auf die Wahl der Partner) auswirkt, wage ich zu bezweifeln. Auch wenn der Ansatz (gibt*s das in der P&P Vorlage eigentlich?) für einen internationalen AAA Titel ungewöhnlich ist, bleibt abzuwarten, wie gewisse Kreise im Netz darauf reagieren. Und ob es irgendwelche Auswirkungen im Spiel hat.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von uzi » Do 3. Dez 2020, 15:10

ein recht entspannt geschriebener artikel zum thema, der imho das meiste sagt:

https://www.spiegel.de/kultur/elliot-pa ... 5d30ba11b4

für mich ist das ganze irgendwie gar kein ding. ok, ellen ist jetzt elliot und war wohl schon immer elliot. i dont care. und wenn das mehr menschen von sich behaupten könnten, wäre die welt ein angenehmerer ort. das einzig für mich relevante war, es in der https://www.omdb.org/person/27578-elliot-page entsprechend anzupassen (aber da war ein anderer schneller).
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Therak
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Therak » Do 3. Dez 2020, 15:19

Ist es wirklich angebracht, den alten Namen aus allen Listen rauszustreichen?
Immerhin wurden die Rollen noch als Ellen Page geschauspielert. Wäre es politisch korrekt, wenn man "The artist formerly known as Ellen Page" schreibt?
Gut, in Wiki steht ja noch der Geburtsname, aber es dürfte wohl ne Frage der Zeit sein, bis irgendwer auch die rauslöschen lässt, mit der Begründung, es sei nicht mehr relevant.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von C-Real » Do 3. Dez 2020, 15:47

uzi hat geschrieben:
Do 3. Dez 2020, 15:10
ein recht entspannt geschriebener artikel zum thema, der imho das meiste sagt:

https://www.spiegel.de/kultur/elliot-pa ... 5d30ba11b4

für mich ist das ganze irgendwie gar kein ding. ok, ellen ist jetzt elliot und war wohl schon immer elliot. i dont care. und wenn das mehr menschen von sich behaupten könnten, wäre die welt ein angenehmerer ort. das einzig für mich relevante war, es in der https://www.omdb.org/person/27578-elliot-page entsprechend anzupassen (aber da war ein anderer schneller).
Der Artikel ist sicherlich korrekt geschrieben, aber er bringt mich zum seufzen so wie die ganze Aktion auch. Der Artikel vermisst ja eine entscheidenden Fakt: Natürlich sind die Geschlechtergrenzen relativ starr, weil die meisten in ihrer Geschlechteridentität auch zufrieden sind. Diese ganze Aktionen betrifft in Deutschland nicht mal 0,5% der Gesamtlbevölkerung (und das ist schon positiv gerechnet).

Dieses "Mengenargument" sollte man in diesen Diskussion immer mal wieder erwähnen. Das Ganze ist eher eine Sache für Mittelschichtler und Gebildete, die hier ihre eigene Position wieder vergrößern/verallgemeinern. Die altbekannte Kritik also an Journalisten, Medienleuten allgemein, aber auch Wissenschaftlern.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von uzi » Do 3. Dez 2020, 15:47

Therak hat geschrieben:
Do 3. Dez 2020, 15:19
Ist es wirklich angebracht, den alten Namen aus allen Listen rauszustreichen?
Immerhin wurden die Rollen noch als Ellen Page geschauspielert. Wäre es politisch korrekt, wenn man "The artist formerly known as Ellen Page" schreibt?
Gut, in Wiki steht ja noch der Geburtsname, aber es dürfte wohl ne Frage der Zeit sein, bis irgendwer auch die rauslöschen lässt, mit der Begründung, es sei nicht mehr relevant.
persönlich würd ich dem wunsch des betroffenen nachkommen. falls der nicht vorliegt, würde ich einfach die credits zitieren. also wenn elliot in juno als ellen gespielt hat, wird das so zitiert. die andere frage ist die technik. die omdb zb kennt nur einen namen des schauspielers, der überall auftaucht und unbegrenzt viele aliase. ich schätze, das ist bei der imdb nicht anders. in diesem falle macht es schlicht sinn dem 'aktuellen stand' zu folgen. was bedeutet, dass in juno (https://www.omdb.org/movie/7326-juno/cast) nun elliot steht - genau wie in der imdb (https://www.imdb.com/title/tt0467406/?ref_=fn_al_tt_1) (die immerhin ein 'as xxx' angibt). wie gesagt, das ist ein stück weit auch eine technische frage und genauso entspannt, wie man mit dem fakt ansich umgeht, sollte man auch damit umgehen. und nein, der geburtsname gehört natürlich nich gelöscht. er ist zitierbarer teil der geschichte.
Zuletzt geändert von uzi am Do 3. Dez 2020, 15:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von uzi » Do 3. Dez 2020, 15:51

C-Real hat geschrieben:
Do 3. Dez 2020, 15:47
uzi hat geschrieben:
Do 3. Dez 2020, 15:10
ein recht entspannt geschriebener artikel zum thema, der imho das meiste sagt:

https://www.spiegel.de/kultur/elliot-pa ... 5d30ba11b4

für mich ist das ganze irgendwie gar kein ding. ok, ellen ist jetzt elliot und war wohl schon immer elliot. i dont care. und wenn das mehr menschen von sich behaupten könnten, wäre die welt ein angenehmerer ort. das einzig für mich relevante war, es in der https://www.omdb.org/person/27578-elliot-page entsprechend anzupassen (aber da war ein anderer schneller).
Der Artikel ist sicherlich korrekt geschrieben, aber er bringt mich zum seufzen so wie die ganze Aktion auch. Der Artikel vermisst ja eine entscheidenden Fakt: Natürlich sind die Geschlechtergrenzen relativ starr, weil die meisten in ihrer Geschlechteridentität auch zufrieden sind. Diese ganze Aktionen betrifft in Deutschland nicht mal 0,5% der Gesamtlbevölkerung (und das ist schon positiv gerechnet).

Dieses "Mengenargument" sollte man in diesen Diskussion immer mal wieder erwähnen. Das Ganze ist eher eine Sache für Mittelschichtler und Gebildete, die hier ihre eigene Position wieder vergrößern/verallgemeinern. Die altbekannte Kritik also an Journalisten, Medienleuten allgemein, aber auch Wissenschaftlern.
versteh ich nicht. widerspricht dem artikel nicht wirklich und letztlich ist es nur wasser auf seine mühlen. gerade weil es so wenige betrifft sollte es kein nennenswertes thema sein. weder für die betroffenen, noch für alle anderen. davon sind wir leider noch ein stück entfernt, wenn elliot weltweit schlagzeilen erzeugt. ich kann mich nur wiederholen: i dont care.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von C-Real » Do 3. Dez 2020, 15:54

An und für sich care ich auch nicht so viel drum. Lass es mich daher anders sagen: Es widerspricht dem Artikel insofern, als dass ein Artikel über ein Thema existiert, das letztlich viel weniger juckt als der ganze Medienbuzz es aussehen lässt.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von uzi » Do 3. Dez 2020, 15:54

jupp :D.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Therak » Do 3. Dez 2020, 16:22

uzi hat geschrieben:
Do 3. Dez 2020, 15:47
persönlich würd ich dem wunsch des betroffenen nachkommen.
Der Knackpunkt ist nur: Viele Prominente würden gerne Teile ihres Lebens ausradieren. Gut, meist sind das kriminelle Vergangenheiten oder schlechte Jobs die ihnen peinlich waren. Sie müssen aber als "Mensch des öffentlichen Lebens" mit ihrer Vergangenheit leben. Würde man bei Transpersonen nun ihre Vergangenheit im anderen Geschlecht ausradieren, hätten sie ne Extrawurst. Sprich: Es wird Gleichheit gefordert, aber ein weiteres Ungleichgewicht geschaffen.

Daher bin ich auch kein großer Freund von irgendwelchen Quotenregelungen, sei es nun Frauenquote im Büro oder Hautfarbenquote in Filmen. In einer "perfekten Welt" brauchen wir diese Quoten und Extrawürste nicht. Und ich weiß nicht, ob diese Würstchen helfen, den Weg zur perfekten Welt zu ebnen. In diesem Kontext: In nem Artikel von 2016 steht, dass in Berlin keine Müllfrauen arbeiten dürfen. Weiß nicht wie der aktuelle Stand ist, aber insgesamt scheint der Ruf nach Frauenquoten bei der Müllabfuhr relativ gering zu sein. Man pickt sich da halt auch lieber die "bequemeren" Jobs raus.

Sorry für mein Themenhopping. :D
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von uzi » Do 3. Dez 2020, 17:21

uhm. 2 paar schuhe. ich habe mich da wohl nicht klar ausgedrückt. wenn es der wunsch der betreffenden person ist, von nun an elliot zu sein, dann sollte man dem nachkommen. wenn die person vorher schon als ellen in erscheinung getreten ist, dann ist bleibt das natürlich ein 'historischer fakt'. oder ums anders zu sagen: genauso wenig, wie die cis-mehrheit eine story aus einem trans-coming-out machen sollte, so sollte die trans-person eine story aus ihrem trans-sein machen. das ganze ding ist für mich schlicht kein thema. i just dont care. was natürlich nicht heißt, dass ein entsprechender vorgang für 'öffentliche personen' nicht auch von öffentlichen interesse wäre. im konkreten fall bedeutet das halt, dass ich das in die fraglichen datenbanken pflege. nicht mehr, nicht weniger.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von coffee_smurf » Do 3. Dez 2020, 17:42

Das ist nix anderes, als wenn jemand seinen Namen ändert (z. B. bei Heirat), da fragt auch niemand, wie wo was warum vorher war. Ist halt so und Punkt. Viele Schauspieler ändern im Laufe der Karriere ihr Pseudonym (nehmen wir z. B. Mario Girotti -> Terence Hill).
Nur weil das Transgender-Thema noch ziemlich "neu" und damit gesellschaftlich noch nicht als "normal und selbstverständlich" in der Gesellschaft angekommen ist, muss man nicht gleich endlos darüber diskutieren. Manche Dinge brauchen halt eine Weile, bis sie in der Gesellschaft angekommen sind, ohne dass es gleich ein netzweites Gesprächsthema ist.
Natürlich sind Prominente hier eher im "Kreuzfeuer" als Opa Bölke von gegenüber; aber ich denke, gerade der Mut der Prominenten, eine Vorreiter-Rolle zu übernehmen, kann dafür sorgen, dass solche Themen gesellschaftlich schneller als alltäglich und selbstverständlich akzeptiert werden.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Therak » Do 3. Dez 2020, 22:18

uzi hat geschrieben:
Do 3. Dez 2020, 17:21
wenn es der wunsch der betreffenden person ist, von nun an elliot zu sein, dann sollte man dem nachkommen. wenn die person vorher schon als ellen in erscheinung getreten ist, dann ist bleibt das natürlich ein 'historischer fakt'.
Okay, da hab ich nichts gegen einzuwenden.
coffee_smurf hat geschrieben:
Do 3. Dez 2020, 17:42
Das ist nix anderes, als wenn jemand seinen Namen ändert (z. B. bei Heirat), da fragt auch niemand, wie wo was warum vorher war.
Ja, aber dein Geburtsname wird weiterhin irgendwo aufgeführt. Mein Einwurf war ja, dass dieser "ausradiert" wird, weil er für die Betroffenen unangenehm ist. Und weil die Bevölkerung nicht weiß, wie sie mit dem Thema umzugehen hat, neigt sie dazu, diesen Extrawurst-Wünschen gerne nachzukommen. Ich glaub das ist bisher aber noch nicht passiert, aber es ist dämlich genug, dass es in der heutigen Zeit passieren könnte. Mein Glauben an die Menschheit und deren Vernunft ist durch Corona nämlich stark gesunken :D
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von coffee_smurf » Do 3. Dez 2020, 22:39

Hab mal irgendwann einen Pod-Cast von Bayern 3 gehört, in dem ein lesbisches* (?) Paar interviewt wurde, von denen sich eine der beiden in der laufenden Transgenderung befand von Frau zu Mann. Die beiden waren vor der Umwandlung bereits ein Paar.

*Wie würde man diese Verbindung dann bezeichnen?
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Pyrokar » Fr 4. Dez 2020, 00:06

Mann + Frau ist heterosexuel.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von coffee_smurf » Fr 4. Dez 2020, 00:20

Ich dachte, in dem Fall gäbe es eine - nicht negativ gemeint - spezielle Bezeichnung, da ich m Netz nix dazu gefunden habe. Danke.
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Re: Das frage ich mich

Beitrag von Pyrokar » Fr 4. Dez 2020, 01:23

Das kann natürlich auch sein, gibt dazu ja viele Erfindungen. Aber grundsätzlich ist der Sinn hinter so einer Umwandlung ja, als das andere Geschlecht akzeptiert zu werden.
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